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Kursnummer: 10017

Info: Die Funktionalität der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland konnte während des Zweiten Weltkriegs nur durch Zwangsarbeit aufrechterhalten werden. Die Vielzahl von Lagern in den ehemaligen Landkreisen Aachen und Geilenkirchen zu jener Zeit belegt, wie sehr Zwangsarbeit zur alltäglichen Lebenswelt der Menschen in der hiesigen Region gehörte. Betroffen waren viele Gruppen. Der Vortrag konzentriert sich jedoch auf russische Kriegsgefangene. Mit mehr als 5 Millionen ist ihre Anzahl überwältigend und diejenigen von ihnen, die in Deutschland Zwangsarbeit leisten mussten, fristeten ihr Dasein unter Bedingungen, die sie von anderen Kriegsgefangenen unterschieden. So wurden sie gezielt in Bereichen eingesetzt, in denen körperlich harte, gesundheitsschädliche und gefährliche Arbeit geleistet werden musste, wie z. B. auf der Zeche Carl-Alexander. Mit ihrem "Arbeitseinsatz" stellen sich eine Reihe von Fragen: War er überhaupt zulässig im Rahmen des Völkerrechts? Warum galten für russische Kriegsgefangene besondere Vorschriften? Wie erfolgte ihre Verteilung und wie waren ihre Lebensbedingungen? Hatten die Menschen Kontakte zu den Russen? Der Referent zeichnet den Leidensweg der russischen Soldaten von der Gefangennahme bis zu ihrer Zwangsarbeit in Baesweiler nach und stützt sich u. a. auf aus Interviews gewonnene Zeitzeugenaussagen.

Kosten: gebührenfrei €

Datum Zeit Straße Ort
Do. 01.06.2017 19:00 - 21:15 Uhr Aachener Str. 240 Baesweiler, "Zur alten Schmiede", Aachener Str. 240

 

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Juni 2017