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Kursnummer: 10007

Info: In den Jahrzehnten nach der Shoah haben die christlichen Kirchen gründlich über ihr Verhältnis zum Judentum nachgedacht: die Evangelische Kirche herausragend in der Erklärung der Rheinischen Synode von 1980, die Katholische Kirche amtlich auf dem 2. Vatikanischen Konzil 1965 mit der Erklärung Nostra Aetate. Voraussetzung wie Frucht dieses Prozesses ist eine andere Art, die Bibel zu lesen: Biblische Texte, die jahrhundertelang von Christen nachteilig für das Judentum ausgelegt worden sind, erscheinen in neuem Licht, manche bisher unscheinbaren Texte strahlen einen ganz neuen Glanz der Wertschätzung des Judentums aus. Der Vortrag beleuchtet solche Bibeltexte und betont das Recht und die Pflicht einer selbstkritischen christlichen Bibellektüre heute.
Andreas Michel hat als junger Mensch ein Jahr in Jerusalem mitten unter Jüdinnen und Juden studieren dürfen. Heute ist er Professor für Biblische Theologie in Köln und praktisch täglich mit dem Problem scheinbar antijüdischer Texte der Bibel beschäftigt. Als Vorstand der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Bonn freut er sich über das lebendige Judentum, dessen Geschichte im Köln nachweislich bis ins Jahr 321 zurückreicht. Wer kann seine Geschichte im Rheinland schon so weit zurückverfolgen?

Kosten: gebührenfrei €

Datum Zeit Straße Ort
Mi. 15.04.2020 19:00 - 20:30 Uhr Josefstr. 6 Herzogenrath, Kulturkirche St. Josef, Josefstr. 6

 

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Februar 2020